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Lehrerfortbildung

Hämochromatose - eine weit verbreitete Erbkrankheit

Nachweis der HFE-Mutation

Dienstag, 21.1.2020, 9.00 bis 16.00 Uhr

Die Hämochromatose, auch Eisenspeicherkrankheit genannt, ist die häufigste Erbkrankheit der westlichen Welt, bei der es zu einer vermehrten Eisenaufnahme und letztlich zu einer Überladung des Körpers mit Eisen kommt. Überflüssig aufgenommenes Eisen wird dabei hauptsächlich in Leber, Gelenken, Bauchspeicheldrüse, Herz und Hirnanhangsdrüse abgelagert und schädigt diese Organe. Der Nachweis der zugrundeliegenden Mutation ist mit einer DNA-Analyse möglich.

Im einführenden theoretischen Teil der Fortbildung werden in einem Vortrag die wichtigsten Informationen zu dieser verbreiteten Erbkrankheit präsentiert und der Hintergrund der Experimente besprochen.

Im praktischen Laborteil werden dann in einem Experiment simulierte Proben mit Hilfe einer PCR und einem anschließenden Restriktionsverdau auf das Vorhandensein der „Hämochromatose-Mutation“ untersucht. Es geht dabei darum nachzuweisen, ob die Mutation im betroffenen HFE-Gen homozygot oder heterozygot vorhanden ist oder nicht. Dies wird abschließend mit einer Gelelektrophorese visualisiert und ausgewertet.

Diese Fortbildung ist eine ganztägige Veranstaltung und wird auch als Voraussetzung für den Besuch mit der Schulklasse zu DNA-Experimentierkursen angeboten.

Das Hämochromatose-Projekt, auf dem diese Fortbildung aufbaut, wurde im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten iNEXT-Projektes (interaktives Netzwerk für Experimentelles Training) in einer Zusammenarbeit zwischen Lehrern, SchülerInnen, EMBL-Wissenschaftlern und Mitarbeitern des EMBL-ELLS entwickelt.

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Lehrer/innen oder Referendar/innen
Kosten für Materialien: 12 Euro

Anmeldung bitte unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!