Gentransfer bei Bakterien (zweitägiges Praktikum)
Experimente: Transformation,
Konjugation, Plasmidisolierung, Agarose-Gelelektrophorese,
bakterielle Wachstumskurve, Agarplatten herstellen.
Dauer (zweitägiges Praktikum): Tag
1: 6 Std., Tag 2: 3 Std. (der zweite Besuch kann am
Tag drauf stattfinden oder auch zu einem späteren
Zeitpunkt - je nachdem, wie es zeitlich am besten zu
organisieren ist).
Klassenstufe: 11-13
Materialkosten pro
Person: 11
Euro
erforderliche Theoriekenntnisse: Aufbau
der DNA, Basenpaarung, Doppelhelix,
Aufbau von Plasmiden, F-Plasmid, Konjugation, Transformation,
Antibiotika-Resistenzen.
In
diesem Praktikum werden grundlegende Techniken der
Mikrobiologie vermittelt (Wachstumskurve, Agarplatten).
Mit diesen Voraussetzungen sind dann die Grundlagen
für die Verwendung von Bakterien in der Gentechnik
gelegt, bei der wir uns auf den horizontalen Gentransfer
konzentrieren.
Transformation
Bei der Transformation wird Plasmid-DNA künstlich
in lebende Bakterien eingeschleust. Diese Technik wird
in der Gentechnik eingesetzt, um Fremd-DNA in ein Bakterium
einzubringen und somit zu klonieren. Um erfolgreich transformiert
zu werden, müssen die Bakterien zuerst aufnahmefähig
(kompetent) gemacht werden. Anschließend werden
die Transformanten auf Selektionsplatten ausplattiert
und überprüft, ob sie das Plasmid auch tatsächlich
aufgenommen haben. Dabei spielen Antibiotika-Resistenzgene
auf den verwendeten Plasmiden eine wichtige Rolle.
Konjugation
Bei der Konjugation kommt es zu einer natürlichen Übertragung
eines sog. F-Plasmids von einem Bakterienstamm (Donor)
auf einen anderen Stamm (Rezipient).
Die große Effizienz der Plasmidübertragung
durch Konjugation ist eine der Hauptursachen für
die Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen auch zwischen
Bakterienpopulationen. Dies kann zu Problemen bei der
Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten führen.
Wir überprüfen
den Vorgang der Konjugation mit Hilfe von Antibiotika-Resistenzgenen.
Plasmidisolierung
Aus den im Praktikum mit verschiedenen
Plasmiden transformierten Bakterien werden am 2.
Tag die
Plasmide
isoliert und durch
die Agarose-Gelelektrophorese nachgewiesen und charakterisiert.
Agarose-Gelelektrophorese
Die
Agarose-Gelelektrophorese
ist die übliche Technik, um die Größe der
DNA-Moleküle zu bestimmen bzw. verschieden große
Moleküle zu unterscheiden. In diesem Kurs werden die
die isolierten Plasmide gelelektrophoretisch analysiert.