| Kapitän
Cooks Reise nach Tahiti und der Venus Transit von
1769.
Im Jahr 1769 sollte ein Venustransit stattfinden. Deshalb waren zahlreiche Expeditionen in die Gebiete der Erde, von denen aus der Transit sichtbar sein würde, unterwegs. Der wohl berühmteste Teilnehmer war Kapitän James Cook. Er sollte den Transit im Rahmen seiner Weltumsegelung von Tahiti aus zusammen mit dem Astronom Charles Green beobachten, an einem Ort, der noch heute den Namen "Point Venus" trägt. In dieser seiner ersten Pazifikreise fuhr Kapitän Cook mit seinem Schiff „Endeavour“ an Kap Horn vorbei und erreichte Tahiti am 3 Juni 1769. Nachdem er das von den Einwohnern gestohlene wichtige Messinstrument zurückholte, konnte er den Transit mit dem Astronom Charles Green erfolgreich beobachten.
Aus Cooks Messungen und die von anderen Expeditionen, die Weltweit gesand worden waren, berechnete der französische Astronom Lalande im Jahr 1771 den Abstand zwischen der Sonne und der Erde zu 153 Millionen Kilometern, ganz nahe an dem mit neuen Methoden gemessenen Wert!
Cook schrieb am Tag des Venustransits: „Dieser Tag erwies sich als so günstig für unseren Zweck, wie wir nur wünschen mochten; den ganzen Tag zeigte sich keine Wolke, und die Luft war völlig klar, also dass wir jeden erdenklichen Vorteil hatten bei der Beobachtung der ganzen Passage des Planeten Venus über die Scheibe der Sonne: Wir sahen sehr deutlich eine Atmosphäre oder einen düsteren Schatten um den Körper des Planeten, was große Verwirrung bei der Bestimmung der Zeiten der Kontakte verursachte, besonders der beiden inneren…Den ganzen Tag herrschte fast völlige Ruhe, und das Thermometer, welches der Sonne ausgesetzt war, erreichte um die Mitte des Tages einen Grad der Hitze (44 °C), der uns niemals zuvor begegnet war“.
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